29. Deutscher Feuerwehrtag soll 2022 stattfinden

Veranstaltung vom 20. bis 25. Juni parallel zur Interschutz / Sicherheit der Feuerwehrangehörigen hat Priorität

Berlin – Der 29. Deutsche Feuerwehrtag soll vom 20. bis 25. Juni 2022 stattfinden: „Eine Großveranstaltung mit der Zielgruppe systemrelevanter Angehöriger der Gefahrenabwehr kann nur stattfinden, wenn das System dadurch nicht gefährdet wird. Dies ist unter den aktuellen Voraussetzungen für 2021 nicht zu gewährleisten – und daher hat sich der Deutsche Feuerwehrverband entschieden, den 29. Deutschen Feuerwehrtag zu verlegen. Auch wenn die erneute Verschiebung schade ist: Entscheidend ist die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen!“, erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident und Ständiger Vertreter des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Angesichts der Pandemie-Umstände hatte sich der DFV-Präsidialrat als Gremium der Vertreter der Ordentlichen Mitglieder in digitaler Sitzung einstimmig für die Verlegung ausgesprochen.

Zuvor war bereits die parallel stattfindende Weltleitmesse INTERSCHUTZ durch die Deutsche Messe AG für das Jahr 2022 neu terminiert worden. Der DFV ist auch einer der ideellen Partner der Messe. Der 29. Deutsche Feuerwehrtag findet unter dem Leitmotiv „Sicherheit.Leben“ in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, der Stadt Hannover sowie der Feuerwehr Hannover in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt. Weitere Informationen werden auf www.feuerwehrtag.de zur Verfügung gestellt werden.

Neuer Termin für die INTERSCHUTZ im Juni 2022

DFV-Information: Über das weitere Vorgehen zum 29. Deutschen Feuerwehrtag wird kurzfristig entschieden.

DMAG-Pressemitteilung: Die INTERSCHUTZ wird neu terminiert und findet nun vom 20. bis 25.06.2022 statt. Die Entscheidung für die Neuterminierung der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit wurde nach gründlichen Überlegungen und intensiven Gesprächen mit dem Markt seitens Deutsche Messe AG getroffen. Wie bei zahlreichen anderen Messen und Veranstaltungen liegen die Gründe für diese Entscheidung auch bei der INTERSCHUTZ in den aktuellen Entwicklungen des weltweiten Infektionsgeschehens im Zuge der COVID-19-Pandemie.

„Gerade Weltleitmessen wie die INTERSCHUTZ haben einen langfristigen Planungshorizont und benötigen eine Vorlaufzeit von mehreren Monaten. Zudem sind die Branchen, die an der INTERSCHUTZ als Aussteller oder Besucher teilnehmen, maximal in das aktuelle Infektionsgeschehen auf der ganzen Welt involviert“, kommentiert Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, die Entscheidung. „Die INTERSCHUTZ findet in einem Messeturnus von 5 Jahren statt. Die Community, bestehend aus Feuerwehr- und Rettungswesen sowie dem Bevölkerungsschutz, fiebert der nächsten Ausgabe mehr als entgegen. Gerade vor diesem Hintergrund ist uns die Entscheidung für die Neuterminierung sehr schwer gefallen. Intensive Gespräche mit Partnern, Ausstellern und Vertretern wesentlicher Besucherzielgruppen haben uns jedoch darin bestätigt, dass dieser Schritt unumgänglich ist. Eine Durchführung im Sommer 2022 wird von allen Seiten begrüßt. Denn nur so bieten wir allen Beteiligten die notwendige Planungssicherheit für ihre Messevorbereitungen. Zudem lebt eine Weltleitmesse auch von zahlreichen internationalen Besuchern sowie im Besonderen der persönlichen Begegnung. Mit Blick auf weltweite Reisebe- und -einschränkungen, lässt sich eine Messe mit dieser globalen Strahlkraft aktuell nicht seriös auf Kundenseite vorbereiten“, führt Gruchow weiter aus.

„Die Vorzeichen für die INTERSCHUTZ sind seit langem sehr gut. Bereits für die ursprünglich im Juni 2020 geplante Ausgabe konnten wir eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Wir sind zuversichtlich, dass die Aussteller mit uns nun gemeinsam die INTERSCHUTZ 2022 gestalten werden, dann erstmalig als hybride Veranstaltung. Die Pandemie hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig die Bereiche Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz sind. Zudem erwarten wir überall auf der Welt deutliche Investitionssteigerungen in diesen Branchen. Beste Voraussetzungen für unseren Marktplatz“, ergänzt Martin Folkerts, Global Director INTERSCHUTZ bei der Deutschen Messe AG. „Die INTERSCHUTZ lebt mehr als jede andere Veranstaltung vom persönlichen Kontakt, vom Netzwerken und dem direkten Austausch. Sie ist DIE Plattform für die weltweite Community.

„Die Hersteller von Feuerwehrtechnik im VDMA begrüßen die Verschiebung der INTERSCHUTZ in das Jahr 2022 ausdrücklich. Für uns ist die INTERSCHUTZ die wichtigste internationale Messe der Branche. Und unsere Erwartung ist, dass sie nahtlos an den großen Erfolg aus dem Jahr 2015 anknüpft. Wir sind sicher, dass die Voraussetzungen in 2022 dafür gegeben sind. Unsere innovationsstarke Branche wird bis dahin zahlreiche spannende Neuheiten im Programm haben. Und die deutschen sowie internationalen Besucher werden die INTERSCHUTZ 2022 zu dem großen Live Event des Jahres machen, so wie wir es kennen“, kommentiert Dr. Bernd Scherer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim VDMA Feuerwehrtechnik den neuen Termin der INTERSCHUTZ im Juni 2022.

Auch Dirk Aschenbrenner, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), begrüßt die Entscheidung, die INTERSCHUTZ auf 2022 zu verschieben: „Unsere Einsatzkräfte sind und bleiben auch in den kommenden Monaten überaus gefordert. Für Tausende von ihnen ist die INTERSCHUTZ – wie wir wissen – immer eine willkommene Gelegenheit zur Information, zum Erfahrungsaustausch und zum Netzwerken. Das alles wäre derzeit in dieser angespannten Situation nicht möglich. Doch ohne die vielen Besucher auch aus dem ideellen Bereich wäre die INTERSCHUTZ nicht das, was sie immer schon war. Auch die Aussteller schätzen den direkten Kontakt mit denen, die letzten Endes ihre Produkte und Dienstleistungen nutzen. Die Branche braucht diesen Austausch zwischen Anbietern und Anwendern.“

Dieter Siegel, CEO der Rosenbauer International AG, begrüßt den neuen Termin für die INTERSCHUTZ im Sommer 2022: „Die COVID-19 Krise hat uns alle leider noch immer fest im Griff und lässt zum aktuellen Zeitpunkt eine sichere Durchführung von Messen und Großveranstaltungen noch nicht zu. Die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen steht für uns als Systemanbieter im Brand- und Katastrophenschutz aber selbstverständlich an oberster Stelle. Wir befürworten somit die Verschiebung der INTERSCHUTZ auf das Jahr 2022. Denn wir alle wünschen uns nichts mehr, als eine INTERSCHUTZ wie wir sie kennen: ein unvergessliches Messeerlebnis und einen Treffpunkt für Feuerwehren aus der ganzen Welt, ohne Abstriche für unsere Kunden, Besucher und Gäste.“

Die nächste INTERSCHUTZ findet vom 20. bis 25.06.2022 auf dem Messegelände Hannover statt.

 

 

COVID-19: Feuerwehren leisten seit Monaten Bemerkenswertes

Deutscher Feuerwehrverband dankt für Anstrengungen im Ehren- und Hauptamt

Berlin – „Die Welt hat sich durch die Corona-Pandemie verändert. Die Feuerwehren bleiben weiter das, was sie seit Jahrzehnten sind: Eine zuverlässige Säule im Bevölkerungsschutz, getragen durch mehr als eine Million Menschen, die sich ehrenamtlich und hauptamtlich engagieren und seit Monaten Bemerkenswertes leisten“, würdigt Hermann Schreck, Vizepräsident und Ständiger Vertreter des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), den beständigen Einsatz der Feuerwehrangehörigen in ganz Deutschland.

„Führungskräfte und Mannschaft, Entscheider und Durchführer, sie alle zeigen in der Krise umsichtige Reaktionen. Auch wenn sie selbst in ihrem Beruf unter Druck stehen, die Zukunft unsicher ist, die familiäre Situation belastend: Die Solidarität der Frauen und Männer in den Feuerwehren ist enorm. Die besondere gesellschaftliche und soziale Rolle der Feuerwehren hat sich einmal mehr bewährt – auch außerhalb des Rampenlichts“, erklärt Schreck.

In ganz Deutschland sind Feuerwehrangehörige seit Beginn der Krise über das normale Maß hinaus aktiv: Sie gewährleisten nicht nur die Einsatzbereitschaft auch in schwierigen Zeiten, sondern leisten wertvolle Beiträge zur Bewältigung der Lage, etwa durch Aufbau und Betrieb von Testzentren in Amtshilfe. Parallel engagieren sie sich in der Nachbarschaft, erschaffen digitale Ausbildungskonzepte und halten Kontakt zu Mitgliedern aller Altersklassen. „Auch viele andere Menschen leisten Immenses gegen die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen. Es ist völlig richtig, dass das gewürdigt wird. Jedoch gibt es keine andere Organisation, die, zumeist fast komplett auf das Ehrenamt gestützt, so flächendeckend und in dieser Größenordnung rund um die Uhr jederzeit schnelle Hilfe in Notfällen zu bringen bereit ist“, so Schreck.

„Ich bedanke mich nicht nur bei allen Feuerwehrangehörigen, sondern auch bei deren Familien, ohne die dieses Engagement nicht möglich wäre!“, sagt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Auch die Freistellung vom Arbeitsplatz oder flexible Regelungen in Schule und Studium ermöglichten erst den außergewöhnlichen Einsatz.

Mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit, die genau wie die Tage des Jahreswechsels normalerweise eine höhere Einsatzfrequenz etwa durch den unsachgemäßen Umgang mit Kerzen und Pyrotechnik für die Feuerwehren mit sich bringen, appelliert Schreck an die Vernunft der Bevölkerung: „Helfen Sie der Feuerwehr, anderen Menschen zu helfen!“

DGUV aktualisiert Corona-Hinweise

Die DGUV hat die „Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit bzw. zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 sowie pandemiebedingten Einschränkungen“ (FB Aktuell FBFHB-016 der DGUV) mit Stand vom 16.11.2020 aktualisiert. Neben einigen redaktionellen Aktualisierungen wurden folgende Ergänzungen vorgenommen:

  • Aufnahme der „3G-Regel“.
  • Weitere Hinweise zur betrieblichen Pandemieplanung.
  • Hinweise zum ausreichenden Lüften in geschlossenen Räumen.
  • Anpassung des Anwendungsbereichs der Anlage: diese kann nun auch für Hilfeleistungsorganisationen genutzt werden.

Um die Orientierung über die vorgenommenen Änderungen zu erleichtern, wurde die inhaltlich ergänzten / geänderten Passagen gelb hinterlegt. Die aktualisierte Datei ist ab sofort HIER abrufbar.

Corona-Warn-App: Unterstützung im Kampf gegen Corona

Die Corona-Warn-App hilft festzustellen, wer in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und ob daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich.

Information, Medienpaket & Links: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Forum Brandschutzerziehung 2020 abgesagt

Durch Pandemie-Lage keine längerfristige Planungssicherheit / 2021 in Wismar

Berlin/Kassel – Das Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), das für den 6. und 7. November 2020 in der Hessischen Landesfeuerwehrschule geplant war, ist abgesagt worden. „Die Corona-Krise zwingt uns auch im Bereich der Brandschutzerziehung erst einmal zu großer Vorsicht. Auch wenn wir noch nicht wissen, was im November sein wird, ist das Risiko einer zweiten Welle zu groß“, bedauert Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung von DFV und vfdb.

Hermann Schreck, DFV-Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten, ergänzt: „Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage gibt es leider auch weiterhin keine längerfristige Planungssicherheit. Wir konzentrieren uns nun auf das Forum im nächsten Jahr. Alle Expertinnen und Experten, die ihr Wissen für Workshops und Vorträge angeboten haben, bitten wir, uns auch 2021 zur Verfügung zu stehen!“ Das Forum 2021 soll in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) stattfinden.

COVID-19: Feuerwehr als Stütze der Gesellschaft

Maßnahmen zur flächendeckenden Sicherstellung des Grundschutzes entwickelt

Berlin – Sie stehen weiter jederzeit rund um die Uhr jederzeit für ihre Mitmenschen bereit, um sofort in auftretenden Notfällen zu helfen: Die mehr als eine Million Feuerwehrleute in Deutschland! Die weitaus meisten von ihnen sind „ganz nebenher“ als Ehrenamtliche aktiv – neben den aktuell auch persönlichen Schwierigkeiten für Beruf und Familie, in die sie die aktuelle Corona-Krise vielfach gebracht hat. Damit sind die Feuerwehrangehörigen nicht einfach nur nette Helfer von nebenan: „Mit ihrem Beispiel leben sie das Modell von gegenseitiger Solidarität in besonderer Weise. Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass die Feuerwehren nicht nur einfach eine Sicherheits-Organisation sind!“, macht der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) auf das zumeist stille Wirken der Feuerwehren aufmerksam.

Der Deutsche Feuerwehrverband bedankt sich daher dafür, dass die Feuerwehren auch weiter zuverlässig und ohne besondere Aufmerksamkeit „einfach und ohne viel Aufhebens immer da“ sind. „Eine großartige Leistung unserer Feuerwehren, die damit eine maßgebliche Stütze unserer Gesellschaft sind“, so der DFV.

Viele Feuerwehrleute engagieren sich auch zusätzlich, um Menschen in der aktuellen Krise etwa in der Versorgung oder Betreuung zu helfen, oder leisten seit Wochen Amtshilfe bei Maßnahmen der Behörden – „dabei müssen sie besonders sorgfältig auf Infektionsgefahren achten“, weist DFV-Vizepräsident Lars Oschmann auf eine besondere Belastung hin, „denn bei einer Infektion mit Corona kann unter Umständen nicht bloß die jeweilige Einzelperson für den Feuerwehrdienst ausfallen, sondern gegebenenfalls eine ganze Einheit, die mit ihm zuvor in Berührung war.“ Daher haben die Feuerwehren umfangreiche Maßnahmen, je für die spezielle Situation in ihren jeweiligen Gemeinden, entwickelt, wie sie diesem Problem begegnen und den Grundschutz für die Bevölkerung flächendeckend aufrechterhalten können. „Das alles geschieht zusätzlich zum normalen Betrieb und zu ihren normalen Belastungen, die in ihrem Fall nicht verringert sind, sondern verstärkt wurden. Denn das bedeutet zum Teil eine Trennung von den Familien und Freunden und zusätzliche Belastungen, verbunden mit der Anforderung, weiter jederzeit schnell verfügbar zu sein.“

COVID-19: Rückkehr in Regelbetrieb transparent planen

Der pandemische und exponentielle Verlauf des Corona-Virus (SARS-CoV 2) hat weltweit für erhebliche Veränderungen gesorgt. Hierfür waren auch in Deutschland einige eingreifende Einschränkungen notwendig, so zum Beispiel die Einschränkungen der Sozialkontakte. Als Ziel wurde hier eine Verminderung der Ansteckungszahlen definiert, dies insbesondere um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. „Diesen Einschränkungen mussten wir uns auch als Feuerwehren unterwerfen. Wir haben unseren Dienstbetrieb entsprechend angepasst – zum Beispiel durch Aussetzen von Übungen, Besprechungen und Veranstaltungen und durch Konzentration auf die gesetzlichen Pflichtaufgaben unter Aufgabe von freiwilligen Leistungen wie den so genannten First-Responder-Diensten“, berichtet Klaus Friedrich, Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Unser Dank gilt allen Menschen, die diese Einschränkungen mit hoher Disziplin befolgt haben: Den aktiven Feuerwehrangehörigen, die in einer schwierigen Gesamtsituation die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten haben. Allen in der Ausbildung engagierten Menschen, die digitale Möglichkeiten der Weiterbildung für Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen erkundet haben. Denen, die Mitglieder der Altersabteilungen durch Besorgungen dabei unterstützt haben, den schwierigen Alltag zu bewältigen“, dankt Hermann Schreck, DFV-Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten. „Gemeinsam haben alle das Ziel verfolgt, besonders die Infektionen in unseren eigenen Reihen möglichst gering zu halten“, ergänzt Friedrich.

Im Zuge der bundesweit getroffenen Vorkehrungen zur Verringerung der Beschränkung bietet der DFV-Bundesfeuerwehrarzt ein Modell zur dynamischen Rückkehr in den Regelbetrieb der Feuerwehr. „Diese Planungen sollten sich nicht nur an Terminen orientieren, sondern transparent und reproduzierbar sein“, erläutert der Mediziner. Klaus Friedrich stellt Planungen für drei unterschiedliche Szenarien vor:
A) Feuerwehr ohne infizierte Personen in eigenen Reihen
B) Feuerwehr mit infizierte Personen in eigenen Reihen
C) Feuerwehr mit einer Neuinfektion in eigenen Reihen

Als Orientierungspunkt verwendet er die Reproduktionszahl, also die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt in einer gewissen Zeit von einer infizierten Person angesteckt werden. Hierauf basierend bewertet der DFV-Bundesfeuerwehrarzt für eine Feuerwehr ohne infizierte Personen in den eigenen Reihen unterschiedliche Punkte, wie die Ausübung von Aufgaben (Pflichtaufgaben/freiwillige Leistungen, den angeordneten Personalansatz (minimalisiert/standardisiert), das Durchführen von Übungsdienst und Unterricht, das Tragen von Schutzausrüstung (Mund-Nasen-Schutz/FFP2-Masken) oder das Stattfinden soziokultureller Veranstaltungen. Zudem gibt er Hinweise zum Verhalten bei infizierten bzw. neu infizierten Personen in den eigenen Reihen und ordnet das weitere Vorgehen in einem solchen Fall ein.

Die Empfehlungen des DFV-Bundesfeuerwehrarztes stehen HIER online.

G 26.3 nach Infektion mit SARS-CoV-2?

Ist nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 grundsätzlich eine erneute Untersuchung nach G 26-3 notwendig? Diese Frage wurde nun bereits mehrfach an uns herangetragen und sie wurde und wird intensiv in der Fachwelt diskutiert, sodass wir als Feuerwehr (-verband) hierzu Stellung beziehen möchten: HIER das Dokument des Bundesfeuerwehrarztes Klaus Friedrich.

COVID-19: BBK veröffentlicht Auszüge aus Handbuch

Als Unterstützung für Krankenhäuser in der aktuellen Covid-19-Situation stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf seiner Website Teile des geplanten Handbuchs Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) vorab zum Download bereit. Die Teilveröffentlichung konzentriert sich auf Empfehlungen zur Erstellung von Alarm- und Einsatzplanungen für Kliniken, zu Strukturen und Prozessen sowie zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten oder Erkrankten (MANV). Zusätzlich finden sich auf der BBK-Website aktuelle Covid-19-Planungsempfehlungen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus-Einsatzplanung (DAKEP) sowie eine Checkliste „Pandemie für Krankenhäuser“ von Berliner Experten. Die Veröffentlichung des kompletten Handbuchs ist im weiteren Verlauf des Jahres 2020 geplant.

Die Dokumente zur Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) stehen unter www.bbk.bund.de/Handbuch_KAEP online.