Kein Platz für Diskriminierungen und Sexismus!

Die Feuerwehren und Verbände stehen für Gleichberechtigung und Respekt

Berlin – Im Deutschen Feuerwehrverband (DFV), seinen Mitgliedsverbänden und in den Feuerwehren haben Diskriminierungen und Sexismus keinen Platz. Wir legen als Gemeinschaft der Feuerwehr großen Wert auf Gleichberechtigung und Respekt. Der DFV wehrt sich gegen aktuelle Gerüchte und Vorverurteilungen seiner Organmitglieder und Beschäftigten sowie seiner Mitgliedsverbände deutlich.

Eine Berichterstattung, welche die Herkunft von Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern als Grund für Diskriminierungen oder gar Organmitglieder als rassistisch darstellt, ist unseres Erachtens nicht nur schlecht recherchiert, sondern schlichtweg falsch!

Hier werden aus Sicht des DFV Kameradinnen und Kameraden sowie Kolleginnen und Kollegen bewusst und unbewusst denunziert, die sich seit Jahren und Jahrzehnten nicht nur für die Feuerwehrarbeit, sondern auch für Themen wie Demokratieförderung, Antirassismusarbeit, Toleranz und Gleichbehandlung einsetzen.

Fakt ist, dass eine Angestellte mit Führungsaufgaben vor dem Arbeitsgericht gegen den DFV klagt und in ihrer Klage Vorwürfe gegen einzelne Personen erhebt. Fakt ist aber auch, dass der DFV in einer Klageerwiderung die Behauptungen der Klägerin klar zurückweist. Dem Verlauf und dem Ausgang des Rechtsstreits werden wir nicht vorgreifen. Sollte das Gericht ein Fehlverhalten von Akteuren gegenüber der Klägerin feststellen, so wird der DFV natürlich unmittelbar alle notwendigen Konsequenzen ziehen.

Dem Deutschen Feuerwehrverband liegt viel an Transparenz und Aufklärung. Hierzu gilt es, mit einer sachlichen Einordnung und unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen beizutragen.

Zum Hintergrund:
Die Angestellte hat in den vergangenen Monaten zunächst pauschale Anschuldigungen der Diskriminierung und sexuellen Belästigung über ihren Rechtsbeistand an den DFV gerichtet. Daraufhin hat der DFV umgehend um eine Konkretisierung dieser Vorwürfe gebeten, um nach einer rechtlichen Bewertung entsprechende Konsequenzen ziehen zu können. Die Mitarbeiterin hat daraufhin Situationen im Zeitraum von Juli 2016 bis November 2019 benannt und entsprechend Personen beschuldigt. Der DFV hat umgehend Stellungnahmen der benannten Personen eingefordert und, wie angekündigt, sämtliche Vorwürfe jeweils juristisch prüfen lassen. Diese Prüfung erfolgte sowohl mit Blick auf strafrechtliche Relevanz als auch unter Berücksichtigung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Ergebnisse dieser rechtlichen Prüfung sind unter anderem:
• Keiner der vorgebrachten Vorwürfe erfüllt den Tatbestand der sexuellen Belästigung.
• Die Vorwürfe sind teilweise nicht AGG-relevant und betreffen teilweise Personen, die in keiner unmittelbaren Verbindung zum DFV stehen.

Für den Deutschen Feuerwehrverband gilt unabhängig vom aktuellen Verfahren, dass sich keine der aktuell 13 weiblichen Mitarbeiterinnen und keiner der 3 männlichen Mitarbeiter diskriminiert fühlen darf. Gleiches gilt natürlich für alle Organmitglieder. Hierzu ist deutlich zu machen, dass die Schwelle, wann eine Kommunikation diskriminierend oder gar übergriffig auf eine Person einwirkt, nur die betroffene Person selbst definieren kann.

Um alle Organmitglieder sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des DFV noch mehr für diese Thematik zu sensibilisieren und ihr Bewusstsein im Umgang mit AGG-relevanten Themen zu stärken, werden kurzfristig Maßnahmen unter Einbezug fachlicher Beratung erfolgen. Ebenso berät der DFV aktuell in seiner „Arbeitsgruppe Zukunft“ die Einrichtung eines externen Beratungsgremiums.

Wir möchten als Deutscher Feuerwehrverband aufzeigen, dass die Feuerwehr mit mehr als 160.000 Frauen und Mädchen in den Feuerwehren (das entspricht bei 1,3 Millionen Feuerwehrmitgliedern mehr als zwölf Prozent) zwar immer noch berechtigterweise als „Männerdomäne“ bezeichnet wird. Aber gerade der DFV und seine Mitgliedsverbände haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit Kampagnen und intensiver Facharbeit für Frauen in der Feuerwehr geworben; nicht zuletzt im eigenen Fachbereich Frauen und unter Einbezug der Bundesbeauftragten für Gleichstellung des DFV. Mit Erfolg: Vor Ort gestalten vielfach weibliche Führungskräfte maßgeblich die Feuerwehraufgaben mit.

Aber es bleibt Aufgabe und Ansporn, eine spürbare Erhöhung des Anteils von Frauen in den Feuerwehren und gerade den Anteil weiblicher Führungskräfte durch weitere Maßnahmen stetig zu erhöhen.

Trauer um langjährigen Bundesstabführer Werner Ketzer

Ein Leben für die Musik in der Feuerwehr: „Große Verdienste auf allen Ebenen“

Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) trauert um seinen langjährigen Bundesstabführer Werner Ketzer, der im Alter von 82 Jahren verstarb. „Werner Ketzer lebte für die Musik in der Feuerwehr. Er hat sich auf allen Ebenen große Verdienste erworben“, erinnert DFV-Vizepräsident Hermann Schreck an das Wirken des Nordrhein-Westfalen, der von 1992 bis 2010 Bundesstabführer des Deutschen Feuerwehrverbandes war. Parallel war Ketzer auch in der Verbandsarbeit auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene aktiv, so etwa von 1988 bis 2008 als Landesstabführer in Nordrhein-Westfalen.

„Die Nachwuchsarbeit lag ihm immer am Herzen – ob als Leiter eines 100-köpfigen Spielmannszuges in Rietberg-Neuenkirchen oder als Vizepräsident im Vorstand der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände“, würdigt DFV-Bundesstabführer Thorsten Zywietz die Verdienste Werner Ketzers. Als Leiter des Fachbereichs Musik auf Bundesebene legte Ketzer Wert auf die Angleichung von Standards in der musikalischen Ausbildung und stärkte die Integration der ostdeutschen Formationen in das Feuerwehr-Musikwesen unter anderem durch Einbringung der Schalmeienkapellen in das Bundeswertungsspielen. „Er engagierte sich für die völkerverbindende Kraft der Musik“, erinnern Schreck und Zywietz an das erste europäische Feuerwehrmusikfestival des Deutschen Feuerwehrverbandes, das Werner Ketzer initiierte. Hier trafen 2010 mit Unterstützung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im Rahmen des 28. Deutschen Feuerwehrtages in Leipzig Feuerwehr-Musikformationen aus sieben Nationen zusammen. Ein Höhepunkt war die erstmalige Wiederaufführung des CTIF-Marsches, der zuvor 22 Jahre lang verschollen gewesen war. Ketzer hatte dazu beigetragen, die verschwundenen Noten wieder zusammenzutragen.

Werner Ketzer wurde für sein Engagement mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Verdienstmedaille des Weltfeuerwehrverbandes CTIF ausgezeichnet.

Corona-Warn-App: Unterstützung im Kampf gegen Corona

Die Corona-Warn-App hilft festzustellen, wer in Kontakt mit einer infizierten Person geraten ist und ob daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich.

Information, Medienpaket & Links: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Fachempfehlung „Vegetationsbrand“ aktualisiert

Auswertung der letzten Jahre floss in Überarbeitung ein / Mehr Raum für Luftfahrzeugeinsatz

Berlin – Die letzten Jahre waren in Deutschland im Durchschnitt wieder viel zu warm und vor allem viel zu trocken. Das Ergebnis waren zahlreiche kleinere und größere Vegetationsbrände mit einer Einsatzdauer bis hin zu mehreren Wochen. „Nach den Auswertungen dieser oft sehr komplexen Einsatzlagen auch in der Arbeitsgruppe Nationaler Waldbrandschutz der Innenministerkonferenz und des Deutschen Feuerwehrverbandes gibt es nun eine aktualisierte Fachempfehlung zu Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“, erklärt Karl-Heinz Knorr als zuständiger Vizepräsident im Deutschen Feuerwehrverband (DFV).

Der DFV-Arbeitskreis Waldbrand unter der Leitung von Dr. Ulrich Cimolino hatte die Aktualisierung der Fachempfehlung auch unter „Corona-Bedingungen“ umgesetzt. Der Arbeitskreis bearbeitet im DFV-Fachbereich „Einsatz, Löschmittel, Umweltschutz“ die operativen taktischen und technischen Maßnahmen für die Einsatzlagen zur Vegetationsbrandbekämpfung. „Die Feuerwehren sind gebeten, die Inhalte zu beachten und soweit wie möglich auch vor Ort umzusetzen“, berichtet Knorr.

Bereits seit 2006 lieferte eine DFV-Fachempfehlung grundlegende Einsatzhinweise für Taktik und Technik im Vegetationsbrandeinsatz. „Der Inhalt wurde aktualisiert und insbesondere dem Luftfahrzeugeinsatz mehr Raum gegeben. Das ist allein deshalb schon notwendig, weil sich nun immer mehr Polizeien in den Bundesländern auch mit dem Thema Brandbekämpfung aus der Luft als Unterstützung für die Feuerwehr beschäftigen und immer mehr Bundesländer dafür dann auch die geeigneten Helikopter sowie Ausrüstungen beschaffen“, erläutert der Arbeitskreisvorsitzende Dr. Ulrich Cimolino. Die Fachempfehlung soll in den nächsten Jahren weiter ergänzt bzw erweitert werden – etwa im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung im Vegetationsbrandeinsatz, weitere Details für den Luftfahrzeugeinsatz (Taktik und Technik) sowie die Einsatztaktik für die Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge, für die Anfang 2020 eine eigene Fachempfehlung veröffentlicht worden war.

„In den nächsten Jahren wird es vermehrt darum gehen, alle Interessensvertreter und beteiligten Gruppen an einen Tisch zu bekommen“, bekräftigen Knorr und Cimolino: „Die Feuerwehr muss hier zusammen mit den Betreibern der Luftfahrzeuge, aber auch der Forstwirtschaft sowie den Akteuren im Umwelt- und Naturschutz in gemeinsamer Arbeit die Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Brandbekämpfung verbessern. Besondere Herausforderungen müssen dazu auch für die Arbeit in und um munitionsbelasteten Flächen noch gelöst werden.“

Die Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“ steht unter https://www.feuerwehrverband.de/fachliches/publikationen/fachempfehlungen/ zum Download zur Verfügung.

Kompakt, lebendig, aktuell: DFV mit neuer Webpräsenz

Relaunch ein Jahr vor 29. Deutschem Feuerwehrtag und Interschutz

Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat eine neue Webpräsenz: Der Internetauftritt www.feuerwehrverband.de ist komplett neu überarbeitet worden. Ein Jahr vor dem 29. Deutschen Feuerwehrtag und der Weltleitmesse Interschutz ist die Webseite nun online gegangen. Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Veranstaltungen verschoben worden und finden nunmehr vom 14. bis 19. Juni 2021 in Hannover statt. Bereits jetzt will die Webseite Lust machen auf die Großveranstaltung und bietet Einblicke in den Planungsstand, aktuelle Tipps etwa zu Ticket und Übernachtung und einen Rückblick auf den letzten Deutschen Feuerwehrtag.

In kompakter und zeitgemäßer Gestaltung ist www.feuerwehrverband.de vom Desktop-Rechner wie auch mobil problemlos zu nutzen. Die Webseite bietet zahlreiche Informationen zum Verband und seiner Arbeit und stellt mit den Dokumenten aus der Facharbeit ein lebendiges Archiv dar. In der neuen Rubrik „Aktuelles“ finden die Besucherinnen und Besucher neue Informationen aus der Pressearbeit, von Fachbereichssitzungen, DFV-Veranstaltungen und aus der alltäglichen Verbandsarbeit. Dieser Bereich lässt sich als RSS-Feed in E-Mail-Programmen abonnieren. Hierzu ist im Feedreader https://feuerwehrverband.de/aktuelles/feed/ einzutragen.

Im Zuge des Neustarts passt der DFV seine Informationswege an: Interessierte können dem Deutschen Feuerwehrverband über die Internetseite www.feuerwehrverband.de folgen, in den Sozialen Medien auf Twitter (@FeuerwehrDFV) und Facebook (www.facebook.de/112willkommen) Benachrichtigungen abonnieren oder auch die enger getakteten DFV-Informationen (ehemals DFV-Pressedienst) erhalten. Aufgrund datenschutzrechtlicher Gründe konnten hierfür die Abonnenten des Newsletters nicht übernommen werden. Unter www.feuerwehrverband.de/informieren/ können sich Interessenten für die DFV-Informationen anmelden. Hierbei wird das datensichere Double-Opt-In-Verfahren genutzt. Wer bislang bereits den DFV-Pressedienst erhalten hat, muss sich nicht neu anmelden.

Auch im Newsportal der deutschen Presseagentur dpa ist der Deutsche Feuerwehrverband präsent; unter https://www.presseportal.de/abo/ besteht die Möglichkeit, kostenfrei die aktuellsten Pressemitteilungen von zahlreichen Institutionen aus dem Blaulicht-Bereich abonnieren. Der Deutsche Feuerwehrverband ist hier direkt unter https://www.presseportal.de/nr/50093 erreichbar.

Forum Brandschutzerziehung 2020 abgesagt

Durch Pandemie-Lage keine längerfristige Planungssicherheit / 2021 in Wismar

Berlin/Kassel – Das Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), das für den 6. und 7. November 2020 in der Hessischen Landesfeuerwehrschule geplant war, ist abgesagt worden. „Die Corona-Krise zwingt uns auch im Bereich der Brandschutzerziehung erst einmal zu großer Vorsicht. Auch wenn wir noch nicht wissen, was im November sein wird, ist das Risiko einer zweiten Welle zu groß“, bedauert Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung von DFV und vfdb.

Hermann Schreck, DFV-Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten, ergänzt: „Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage gibt es leider auch weiterhin keine längerfristige Planungssicherheit. Wir konzentrieren uns nun auf das Forum im nächsten Jahr. Alle Expertinnen und Experten, die ihr Wissen für Workshops und Vorträge angeboten haben, bitten wir, uns auch 2021 zur Verfügung zu stehen!“ Das Forum 2021 soll in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) stattfinden.

COVID-19: Feuerwehr als Stütze der Gesellschaft

Maßnahmen zur flächendeckenden Sicherstellung des Grundschutzes entwickelt

Berlin – Sie stehen weiter jederzeit rund um die Uhr jederzeit für ihre Mitmenschen bereit, um sofort in auftretenden Notfällen zu helfen: Die mehr als eine Million Feuerwehrleute in Deutschland! Die weitaus meisten von ihnen sind „ganz nebenher“ als Ehrenamtliche aktiv – neben den aktuell auch persönlichen Schwierigkeiten für Beruf und Familie, in die sie die aktuelle Corona-Krise vielfach gebracht hat. Damit sind die Feuerwehrangehörigen nicht einfach nur nette Helfer von nebenan: „Mit ihrem Beispiel leben sie das Modell von gegenseitiger Solidarität in besonderer Weise. Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass die Feuerwehren nicht nur einfach eine Sicherheits-Organisation sind!“, macht der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) auf das zumeist stille Wirken der Feuerwehren aufmerksam.

Der Deutsche Feuerwehrverband bedankt sich daher dafür, dass die Feuerwehren auch weiter zuverlässig und ohne besondere Aufmerksamkeit „einfach und ohne viel Aufhebens immer da“ sind. „Eine großartige Leistung unserer Feuerwehren, die damit eine maßgebliche Stütze unserer Gesellschaft sind“, so der DFV.

Viele Feuerwehrleute engagieren sich auch zusätzlich, um Menschen in der aktuellen Krise etwa in der Versorgung oder Betreuung zu helfen, oder leisten seit Wochen Amtshilfe bei Maßnahmen der Behörden – „dabei müssen sie besonders sorgfältig auf Infektionsgefahren achten“, weist DFV-Vizepräsident Lars Oschmann auf eine besondere Belastung hin, „denn bei einer Infektion mit Corona kann unter Umständen nicht bloß die jeweilige Einzelperson für den Feuerwehrdienst ausfallen, sondern gegebenenfalls eine ganze Einheit, die mit ihm zuvor in Berührung war.“ Daher haben die Feuerwehren umfangreiche Maßnahmen, je für die spezielle Situation in ihren jeweiligen Gemeinden, entwickelt, wie sie diesem Problem begegnen und den Grundschutz für die Bevölkerung flächendeckend aufrechterhalten können. „Das alles geschieht zusätzlich zum normalen Betrieb und zu ihren normalen Belastungen, die in ihrem Fall nicht verringert sind, sondern verstärkt wurden. Denn das bedeutet zum Teil eine Trennung von den Familien und Freunden und zusätzliche Belastungen, verbunden mit der Anforderung, weiter jederzeit schnell verfügbar zu sein.“

COVID-19: Rückkehr in Regelbetrieb transparent planen

Der pandemische und exponentielle Verlauf des Corona-Virus (SARS-CoV 2) hat weltweit für erhebliche Veränderungen gesorgt. Hierfür waren auch in Deutschland einige eingreifende Einschränkungen notwendig, so zum Beispiel die Einschränkungen der Sozialkontakte. Als Ziel wurde hier eine Verminderung der Ansteckungszahlen definiert, dies insbesondere um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. „Diesen Einschränkungen mussten wir uns auch als Feuerwehren unterwerfen. Wir haben unseren Dienstbetrieb entsprechend angepasst – zum Beispiel durch Aussetzen von Übungen, Besprechungen und Veranstaltungen und durch Konzentration auf die gesetzlichen Pflichtaufgaben unter Aufgabe von freiwilligen Leistungen wie den so genannten First-Responder-Diensten“, berichtet Klaus Friedrich, Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Unser Dank gilt allen Menschen, die diese Einschränkungen mit hoher Disziplin befolgt haben: Den aktiven Feuerwehrangehörigen, die in einer schwierigen Gesamtsituation die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten haben. Allen in der Ausbildung engagierten Menschen, die digitale Möglichkeiten der Weiterbildung für Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen erkundet haben. Denen, die Mitglieder der Altersabteilungen durch Besorgungen dabei unterstützt haben, den schwierigen Alltag zu bewältigen“, dankt Hermann Schreck, DFV-Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten. „Gemeinsam haben alle das Ziel verfolgt, besonders die Infektionen in unseren eigenen Reihen möglichst gering zu halten“, ergänzt Friedrich.

Im Zuge der bundesweit getroffenen Vorkehrungen zur Verringerung der Beschränkung bietet der DFV-Bundesfeuerwehrarzt ein Modell zur dynamischen Rückkehr in den Regelbetrieb der Feuerwehr. „Diese Planungen sollten sich nicht nur an Terminen orientieren, sondern transparent und reproduzierbar sein“, erläutert der Mediziner. Klaus Friedrich stellt Planungen für drei unterschiedliche Szenarien vor:
A) Feuerwehr ohne infizierte Personen in eigenen Reihen
B) Feuerwehr mit infizierte Personen in eigenen Reihen
C) Feuerwehr mit einer Neuinfektion in eigenen Reihen

Als Orientierungspunkt verwendet er die Reproduktionszahl, also die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt in einer gewissen Zeit von einer infizierten Person angesteckt werden. Hierauf basierend bewertet der DFV-Bundesfeuerwehrarzt für eine Feuerwehr ohne infizierte Personen in den eigenen Reihen unterschiedliche Punkte, wie die Ausübung von Aufgaben (Pflichtaufgaben/freiwillige Leistungen, den angeordneten Personalansatz (minimalisiert/standardisiert), das Durchführen von Übungsdienst und Unterricht, das Tragen von Schutzausrüstung (Mund-Nasen-Schutz/FFP2-Masken) oder das Stattfinden soziokultureller Veranstaltungen. Zudem gibt er Hinweise zum Verhalten bei infizierten bzw. neu infizierten Personen in den eigenen Reihen und ordnet das weitere Vorgehen in einem solchen Fall ein.

Die Empfehlungen des DFV-Bundesfeuerwehrarztes stehen HIER online.

Sicherheitstipps zum Schutz der trockenen Natur

Trockene Vegetation, Wind und ungewöhnlich hohe Temperaturen: Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen genügt bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette, um die Natur in Brand zu setzen. „Brände in Wäldern und auf Wiesen können sich rasend schnell ausbreiten“, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es aktuell in großen Teilen Deutschlands eine hohe Waldbrandgefahr (www.dwd.de/waldbrand). Dies wird durch mangelnden Niederschlag der letzten Wochen und ungewöhnlich hohe Temperaturen für die Jahreszeit begünstigt.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt vier Tipps zum Vermeiden von Bränden:
• Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur – erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen.
• Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten.
• Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten oder durch Kontaktbeschränkung.
• Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.

G 26.3 nach Infektion mit SARS-CoV-2?

Ist nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 grundsätzlich eine erneute Untersuchung nach G 26-3 notwendig? Diese Frage wurde nun bereits mehrfach an uns herangetragen und sie wurde und wird intensiv in der Fachwelt diskutiert, sodass wir als Feuerwehr (-verband) hierzu Stellung beziehen möchten: HIER das Dokument des Bundesfeuerwehrarztes Klaus Friedrich.