Trauer um langjährigen Bundesstabführer Werner Ketzer

Ein Leben für die Musik in der Feuerwehr: „Große Verdienste auf allen Ebenen“

Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) trauert um seinen langjährigen Bundesstabführer Werner Ketzer, der im Alter von 82 Jahren verstarb. „Werner Ketzer lebte für die Musik in der Feuerwehr. Er hat sich auf allen Ebenen große Verdienste erworben“, erinnert DFV-Vizepräsident Hermann Schreck an das Wirken des Nordrhein-Westfalen, der von 1992 bis 2010 Bundesstabführer des Deutschen Feuerwehrverbandes war. Parallel war Ketzer auch in der Verbandsarbeit auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene aktiv, so etwa von 1988 bis 2008 als Landesstabführer in Nordrhein-Westfalen.

„Die Nachwuchsarbeit lag ihm immer am Herzen – ob als Leiter eines 100-köpfigen Spielmannszuges in Rietberg-Neuenkirchen oder als Vizepräsident im Vorstand der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände“, würdigt DFV-Bundesstabführer Thorsten Zywietz die Verdienste Werner Ketzers. Als Leiter des Fachbereichs Musik auf Bundesebene legte Ketzer Wert auf die Angleichung von Standards in der musikalischen Ausbildung und stärkte die Integration der ostdeutschen Formationen in das Feuerwehr-Musikwesen unter anderem durch Einbringung der Schalmeienkapellen in das Bundeswertungsspielen. „Er engagierte sich für die völkerverbindende Kraft der Musik“, erinnern Schreck und Zywietz an das erste europäische Feuerwehrmusikfestival des Deutschen Feuerwehrverbandes, das Werner Ketzer initiierte. Hier trafen 2010 mit Unterstützung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im Rahmen des 28. Deutschen Feuerwehrtages in Leipzig Feuerwehr-Musikformationen aus sieben Nationen zusammen. Ein Höhepunkt war die erstmalige Wiederaufführung des CTIF-Marsches, der zuvor 22 Jahre lang verschollen gewesen war. Ketzer hatte dazu beigetragen, die verschwundenen Noten wieder zusammenzutragen.

Werner Ketzer wurde für sein Engagement mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Verdienstmedaille des Weltfeuerwehrverbandes CTIF ausgezeichnet.

Fachempfehlung „Vegetationsbrand“ aktualisiert

Auswertung der letzten Jahre floss in Überarbeitung ein / Mehr Raum für Luftfahrzeugeinsatz

Berlin – Die letzten Jahre waren in Deutschland im Durchschnitt wieder viel zu warm und vor allem viel zu trocken. Das Ergebnis waren zahlreiche kleinere und größere Vegetationsbrände mit einer Einsatzdauer bis hin zu mehreren Wochen. „Nach den Auswertungen dieser oft sehr komplexen Einsatzlagen auch in der Arbeitsgruppe Nationaler Waldbrandschutz der Innenministerkonferenz und des Deutschen Feuerwehrverbandes gibt es nun eine aktualisierte Fachempfehlung zu Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“, erklärt Karl-Heinz Knorr als zuständiger Vizepräsident im Deutschen Feuerwehrverband (DFV).

Der DFV-Arbeitskreis Waldbrand unter der Leitung von Dr. Ulrich Cimolino hatte die Aktualisierung der Fachempfehlung auch unter „Corona-Bedingungen“ umgesetzt. Der Arbeitskreis bearbeitet im DFV-Fachbereich „Einsatz, Löschmittel, Umweltschutz“ die operativen taktischen und technischen Maßnahmen für die Einsatzlagen zur Vegetationsbrandbekämpfung. „Die Feuerwehren sind gebeten, die Inhalte zu beachten und soweit wie möglich auch vor Ort umzusetzen“, berichtet Knorr.

Bereits seit 2006 lieferte eine DFV-Fachempfehlung grundlegende Einsatzhinweise für Taktik und Technik im Vegetationsbrandeinsatz. „Der Inhalt wurde aktualisiert und insbesondere dem Luftfahrzeugeinsatz mehr Raum gegeben. Das ist allein deshalb schon notwendig, weil sich nun immer mehr Polizeien in den Bundesländern auch mit dem Thema Brandbekämpfung aus der Luft als Unterstützung für die Feuerwehr beschäftigen und immer mehr Bundesländer dafür dann auch die geeigneten Helikopter sowie Ausrüstungen beschaffen“, erläutert der Arbeitskreisvorsitzende Dr. Ulrich Cimolino. Die Fachempfehlung soll in den nächsten Jahren weiter ergänzt bzw erweitert werden – etwa im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung im Vegetationsbrandeinsatz, weitere Details für den Luftfahrzeugeinsatz (Taktik und Technik) sowie die Einsatztaktik für die Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge, für die Anfang 2020 eine eigene Fachempfehlung veröffentlicht worden war.

„In den nächsten Jahren wird es vermehrt darum gehen, alle Interessensvertreter und beteiligten Gruppen an einen Tisch zu bekommen“, bekräftigen Knorr und Cimolino: „Die Feuerwehr muss hier zusammen mit den Betreibern der Luftfahrzeuge, aber auch der Forstwirtschaft sowie den Akteuren im Umwelt- und Naturschutz in gemeinsamer Arbeit die Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Brandbekämpfung verbessern. Besondere Herausforderungen müssen dazu auch für die Arbeit in und um munitionsbelasteten Flächen noch gelöst werden.“

Die Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“ steht unter https://www.feuerwehrverband.de/fachliches/publikationen/fachempfehlungen/ zum Download zur Verfügung.

Forum Brandschutzerziehung 2020 abgesagt

Durch Pandemie-Lage keine längerfristige Planungssicherheit / 2021 in Wismar

Berlin/Kassel – Das Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), das für den 6. und 7. November 2020 in der Hessischen Landesfeuerwehrschule geplant war, ist abgesagt worden. „Die Corona-Krise zwingt uns auch im Bereich der Brandschutzerziehung erst einmal zu großer Vorsicht. Auch wenn wir noch nicht wissen, was im November sein wird, ist das Risiko einer zweiten Welle zu groß“, bedauert Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung von DFV und vfdb.

Hermann Schreck, DFV-Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten, ergänzt: „Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage gibt es leider auch weiterhin keine längerfristige Planungssicherheit. Wir konzentrieren uns nun auf das Forum im nächsten Jahr. Alle Expertinnen und Experten, die ihr Wissen für Workshops und Vorträge angeboten haben, bitten wir, uns auch 2021 zur Verfügung zu stehen!“ Das Forum 2021 soll in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) stattfinden.

Sicherheitstipps zum Schutz der trockenen Natur

Trockene Vegetation, Wind und ungewöhnlich hohe Temperaturen: Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen genügt bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette, um die Natur in Brand zu setzen. „Brände in Wäldern und auf Wiesen können sich rasend schnell ausbreiten“, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es aktuell in großen Teilen Deutschlands eine hohe Waldbrandgefahr (www.dwd.de/waldbrand). Dies wird durch mangelnden Niederschlag der letzten Wochen und ungewöhnlich hohe Temperaturen für die Jahreszeit begünstigt.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt vier Tipps zum Vermeiden von Bränden:
• Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur – erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen.
• Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten.
• Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten oder durch Kontaktbeschränkung.
• Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.

G 26.3 nach Infektion mit SARS-CoV-2?

Ist nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 grundsätzlich eine erneute Untersuchung nach G 26-3 notwendig? Diese Frage wurde nun bereits mehrfach an uns herangetragen und sie wurde und wird intensiv in der Fachwelt diskutiert, sodass wir als Feuerwehr (-verband) hierzu Stellung beziehen möchten: HIER das Dokument des Bundesfeuerwehrarztes Klaus Friedrich.

Vorträge für Forum Brandschutzerziehung gesucht

Das Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung soll als etablierte Fortbildungsveranstaltung auch in diesem Jahr wieder interessante Vorträge bieten: „Auch wenn die momentane Lage sehr dynamisch ist, wollen wir weiterhin Fachveranstaltungen anbieten. Daher sind wir nun auf der Suche nach interessanten Vorträgen für das Forum Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung 2020“, erklärt Hermann Schreck, zuständiger Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Die bundesweit größte Fortbildungsveranstaltung zu diesem Themenkomplex soll am 6. und 7. November 2020 in Kassel (Hessen) stattfinden.

„Damit wir bei der Planung die dann aktuellen Vorschriften berücksichtigen können, sind wir im engen Kontakt mit den Organisatoren der Hessischen Landesfeuerwehrschule als Veranstaltungsort“, erläutert Frieder Kircher, Leiter des Gemeinsamen Ausschusses für Brandschutzerziehung und -aufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb). Das Forum ist eine gemeinsame Veranstaltung der beiden Verbände.

Das Themenspektrum der Vorträge ist groß. Vorschläge für einen Vortrag oder Workshop (aussagekräftiger Titel, Beschreibung des Inhalts in drei bis vier Sätzen) nimmt der DFV bis 20. Mai 2020 unter machalinski@dfv.org entgegen. Weitere Informationen zur Veranstaltung werden unter www.brandschutzaufklaerung.de veröffentlicht.

Vegetationsbrandrisiken

Jens Motsch ist Mitglied im DFV-Fachbereich Einsatz, Löschmittel, Umweltschutz. Er vertritt dort den LFV Saarland. Angesichts der aktuell fehlenden Niederschläge und das damit einhergehende Ansteigen der Vegetationsbrandrisiken hat er HIER aktuelle Daten zur Wetterlage aufbereitet, um die Feuerwehren zu informieren. Die 46-Tage-Trends sowie die Monatstrends sind keine Vorhersagen, sondern eine Klimaprojektion.

Prüfnormenvergleich Filterschutzmasken

Eine Information des DIN-Normenausschusses Feuerwehrwesen (FNFW) für alle mit der Beschaffung von Filterschutzmasken FFP2 befassten Personen:

Auf Grund der weltweiten Pandemie des Virus SARS-CoV-2 ist der verfügbare und lieferbare Bestand an Schutzmasken nach EN 149 auf ein sehr kritisches Niveau gesunken. Aus diesem Grund hat sich die Berliner Feuerwehr mit Alternativlösungen zu EN 149-Masken befasst.

Es werden insbesondere die Schutzmasken des Typs KN95 nach der chinesischen Norm GB 2626-2006 angeboten.

Mit Hilfe von u.a. des FB FHB der DGUV und des DIN-FNFW hat die Berliner Feuerwehr einen Prüfnormenvergleich zwischen Filterschutzmasken FFP2 nach EN 149 mit chinesischer Norm GB 2626-2006 (KN95) durchgeführt.

Kurzzusammenfassung des Ergebnisses:
Die Schutzmasken FFP2 (EN 149:2001) und KN95 (GB 2626-2006) sind für den vorliegenden Fall (SARS-CoV-2) gut miteinander vergleichbar.
Das fragliche Aerosol (SARS-CoV-2) ist nicht ölgebunden.

Das vollständige Ergebnis gibt es hier zum Download. Die Berliner Feuerwehr hat die Verteilung angeregt und es zur Verteilung freigegeben.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen in der aktuellen Lage weiterhelfen.

Vegetationsbrandgefahr: Hinweise zur aktuellen und generellen Lage

von Dr. Ulrich Cimolino, Vorsitzender AK Waldbrand im FA ELU, DFV

Das Jahr 2020 hat zwar mit viel Regen die Grundwasserspeicher wieder in vielen Bereichen – aber nicht überall! – etwas angefüllt. In weiten Bereichen v.a. in Mittel- und Ostdeutschland sind die Pegel aber noch weit vom Normalstand entfernt.

Auskünfte darüber können über die ländereigenen Informationsdienste eingeholt werden, hier einige Beispiele, die Darstellung und der Bezug ist leider völlig unterschiedlich:
Bayern: https://www.nid.bayern.de/grundwasser (online direkt von jedem abrufbar)
Brandenburg: https://geobroker.geobasis-bb.de/gbss.php?MODE=GetProductInformation&PRODUCTID=2FE302D7-0ADA-4AFF-B6B3-15AA98C229D7 (Download einer Software notwendig)
NRW: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/wasser/grundwasser/grundwasserstand/grundwasserdaten-online (Zugang nur über das Behördennetz!)

In weiten Bereichen Deutschlands liegen neben den Trockenschäden aus den letzten Jahren immer noch massive Sturmschäden vor. Diese werden gefolgt von größeren Flächen mit Schädlingsbefall (mittlerweile auch in immer größeren noch stehenden Beständen). Ein Beraumen der Flächen erfolgt oft nicht (Naturschutz, wirtschaftliche Gründe), oder nur rudimentär. Häufig bleibt der Schlagabraum in größeren Haufen oder Streifen mitten im Wald oder an dessen Rand liegen. Brennt so ein Abraumhaufen neben der – ggf. einzigen – Zufahrtsstraße, ist der Bereich auch für Einsatzfahrzeuge nicht mehr erreichbar, bis der Haufen nicht gelöscht ist.

Aktueller Hinweis zur Gefahrenlage:

Es ist in der anlaufenden Vegetationsperiode seit einigen Tagen sehr trocken. Obwohl es für die Jahreszeit zu kalt ist, führen die anströmenden kontinentalen, damit weitgehend trockenen Luftmassen auch bei uns zu einer meist sehr geringen Luftfeuchtigkeit, die das Austrocknen der Oberflächen begünstigt.

Das zeigt sich seit Tagen schon in den Entwicklungen der beiden Indizes des DWD:

Der Graslandfeuerindex ist mittlerweile (Stand: 26.03.2020) für fast ganz Deutschland durchgehend rot (Stufe 4 von 5)!
https://www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi/graslandfi.html

In einigen Bereichen steht auch schon der Waldbrandgefahrenindex bei 4.
https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html

Da es die nächsten beiden Wochen – und damit bis weit in den April hinein – den Vorhersagen nach in Deutschland im Durchschnitt voraussichtlich weiter eher (zu) trocken bleiben wird, wird sich das Problem der sehr trockenen Vegetation zu Frühjahrsbeginn und der ausgetrockneten Humusschichten am Boden eher verschärfen.

Mit dem Wind sehr schnell laufende Bodenfeuer können sich hier insbesondere in noch stehenden, ausgetrockneten Schilf-, oder wilden Grasbeständen aus dem letzten Jahr entwickeln.
Diese finden sich oft auch an Waldrändern oder in freien Flächen oft ehemaliger (Hoch-)Moore.

Es besteht hier insbesondere die Gefahr, dass sich ein Feuer dann vom Waldrand in den – unter Umständen sehr trockenen oder vorgeschädigten – Bestand oder in den oft am Waldrand liegenden Schlagabraum frisst und dann aus einem Bodenfeuer sehr schnell ein Vollbrand entstehen kann.

Den Feuerwehren ist ergänzend zu den üblichen Maßnahmen zu raten:
1. Enge Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern, -bauern und Förstern bzw. Forst- und ggf. auch Umweltämtern, um lokale Gefahrenlagen erkennen und ggf. zumindest etwas entschärfen zu können. (Z.B. durch Umlagerung oder Abfahren von Schlagabraum, Kürzen oder Mulchen von Schilf- oder Grasbeständen.)
2. Aktualisierung der Einsatzunterlagen, z.B. Anfahrten, Wasserversorgungsmöglichkeiten.
3. Beginn der Öffentlichkeitsarbeit – soweit noch nicht geschehen – zur Vermeidung von Bränden im Freien. (Auch wenn mit den Ausgangsbeschränkungen derzeit ein geringerer Druck in vielen Gebieten da ist, es gibt natürlich v.a. bei gutem Wetter immer noch viele Spaziergänger, Hundebesitzer, Sportler usw., die sich im Freien aufhalten. Je länger die gute Wetterlage dauert und je weiter das „Corona-Thema“ weg erscheint, umso mehr wird die Nutzung der Natur wieder zunehmen.)
4. Im Einsatzfall ist ein sofortiger massiver Einsatz gefragt, um eine Ausbreitung möglichst noch am Anfang zu verhindern! Auch der Einsatz von Hubschraubern mit Außenlastbehältern kann hier schon in der ersten Phase wertvolle Hilfe liefern.

Neu: Fachbereich Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte

Es gibt einen neuen Fachbereich im Deutschen Feuerwehrverband: Das Gremium befasst sich mit der Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte. Zum Fachbereichsleiter wurde am 13. März Rolf Schamberger, Kunsthistoriker und Leiter des Deutschen Feuerwehr-Museums, bestellt.

„Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden!“, unterstreicht Schamberger mit einem Zitat des dänischen Philosophen Soeren Kierkegaard den Anspruch des neuen Fachbereiches. Auch wenn sich Geschichte niemals 1 zu 1 wiederhole, so beinhalte die Geschichte jedoch einen Erfahrungsschatz, von dem die Gegenwart nur profitieren könne. „Ich freue mich sehr, dass die Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte innerhalb der Facharbeit des DFV mit der Bildung eines eigenen Fachbereichs einen adäquaten Stellenwert eingenommen hat“, resümiert Schamberger.

„Die Thematik der Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte war im vergangenen Jahrzehnt in einem DFV-Arbeitskreis präsent. Unter anderem durch das unermüdliche Engagement von Siegfried Bossack, des langjährigen Vorsitzenden des Arbeitskreises, sowie weiterer Akteure ist das Thema nun erfolgreich in einen Fachbereich überführt worden“, lobt der fachlich zuständige DFV-Vizepräsident Frank Hachemer.

Der neue Fachbereich für Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte des DFV übernimmt nicht nur die Aufgaben des vormaligen Arbeitskreises. Im ersten Schritt wird ein neuer Arbeitskreis „Feuerwehrmuseen in Deutschland“ ergänzt. „Dies war vormals die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehrmuseen in Deutschland, die unter dem Dach der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes etabliert wurde. Nun werden die verschiedenen Akteure noch enger vernetzt“, erläutert Schamberger. Angedacht ist zudem die zeitnahe Bildung von Arbeitskreisen für die Bereiche „Historische Feuerwehrautomobile“ sowie „Handdruckspritzen“.

Im neuen Fachbereich sind wie im vorherigen Arbeitskreis 14 Landesfeuerwehrverbände und die Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) vertreten.